Kia Kahawa: Endstation – Die Passepartout Logfiles

Dieses Buch hat mich wirklich schnell in seinen Bann gezogen. Eine intelligente Story, drei Protagonisten mit denen man schnell warm wird und zwei KI die durch das Entwickeln menschlicher Gefühle irgendwie extrem liebenswert sind.

Der moderne Schreibstil von Kia Kahawa sorgt mit einem frischen Humor und offensichtlich fundierten, gut recherchierten Wissen über viele Bereiche aus Wissenschaft, künstliche Intelligenz und Psychologie für einen angenehmen Lesefluss und weitestgehend logische Handlungsstränge. Schön ist auch wie sie das Thema Diversität mit einer interessanten Gendering-Art angeht. Zunächst dachte ich, dass wären Schreib, bzw. Druckfehler. Aber nein: Wenn es sich weder um eine SIE noch um einen ER handelt, dann spricht sie von SER, SEM oder SERS. Grandiose Idee.

Worum geht es in Endstation – Die Passepartout Logfiles*?


Noah Clines Job ist es, Menschenleben zu beenden. Er ist jedoch kein Auftragskiller, sondern Abschalter bei der regierungseigenen Krankenversicherung. Seit der Lebensepidemie Ende des 21. Jahrhunderts haben Menschen eine Lebenserwartung von 140 Jahren. Doch fallen laufend junge und alte Personen auf unerklärliche Weise ins Koma. Und diese müssen, wenn kein Angehöriger für sie bezahlen kann, abgeschaltet werden. Eines Tages entdeckt Noah etwas, das er besser nicht gesehen hätte. Eine grausame Wahrheit, die er ans Licht bringen will. Dazu schließt er einen Pakt mit einer Künstlichen Intelligenz, die allerdings nicht die einzige KI an seiner Seite ist.


Noah wirkt am Anfang des Buches noch etwas kühl und glatt, entwickelt sich aber relativ schnell zu einem echten „Helden“, wenn man das in diesem Roman so nennen kann. Seine anfänglich uninteressierte Art weicht nach und nach dem klaren Ziel seine Freundin, welche auch im Koma liegt, irgendwie am Leben zu halten um die Chance zu waren, sie vielleicht doch noch retten zu können. Sein bester Freund ist eine KI namens Orwell, der eigentlich nur ein computergesteuerter Assistent ist, aber im Laufe seines „Lebens“ und aufgrund der Gespräche mit Noah, menschliche Züge annimmt. An Noahs Seite steht zudem seine Schwester und eine weitere KI. Diese KI soll Noah bei einem dem Versuch seine Freundin zu retten helfen. Passepartout. Und auch Passepartout entwickelt sich stetig weiter…

Die Story nimmt zwar erst im letzten drittel richtig Fahrt auf, aber bringt den Spannungsbogen für den zweiten Teil: Aufruhr: Die Aves-Logfiles* in Stellung. Ich bin gespannt wie es weitergeht und habe Aufruhr: Die Aves-Logfiles bereits in meine Leseliste aufgenommen.

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