C.J. Archer – Die Tochter des Uhrmachers: Glass & Steele

Recht häufig bieten Amazon und und auch Apple die Auftaktbücher einer Serie sehr günstig oder kostenlos an. So bin ich auf Die Tochter des Uhrmachers: Glass & Steele gestoßen. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht:


India Steele ist verzweifelt. Ihr Vater ist verstorben, ihr Verlobter hat sie um ihr Erbe erleichtert, und niemand will ihr Arbeit geben, obwohl sie jahrelang ihren Vater, den Uhrmacher, unterstützt hat. Vielmehr scheinen sich die Uhrmacher von London vor ihr zu fürchten. Auf sich gestellt, verarmt und am Ende ihrer Kräfte lässt sich India vom einzigen Menschen anstellen, der sie nimmt – einem geheimnisvollen Mann aus Amerika. Einem Mann mit einer seltsamen Taschenuhr, die ihn regeneriert, wenn er krank wird.

Matthew Glass muss einen bestimmten Uhrmacher finden, aber er verrät India nicht, warum es nicht der nächstbeste tut. Genauso wenig erzählt er ihr von seinem Beruf in Übersee, und wie er es sich leisten kann, in einem Haus in einer der besten Straßen Londons zu wohnen. Als India von der Ankunft des amerikanischen Banditen Dark Rider in England hört, vermutet sie darum, dass Mr. Glass der Flüchtige ist. Es wird zur Gewissheit, als die Gefahr an ihre Tür klopft. Doch zur Polizei zu gehen hieße, wieder arbeits- und heimatlos zu werden – und den Mann zu verraten, der ihr das Leben rettete.


Hört sich nach einem Mystery Krimi mit historischen Elementen und der obligatorischen Romanze an. Und genau das ist es auch.

Das Buch ist grundsätzlich eher durchschnittlich. Nicht super spannend, da vieles sehr linear und offensichtlich verläuft, und auch keine super Story, da der eigentliche Krimi-Teil irgendwie immer weiter in den Hintergrund tritt. Im Grunde wird dieser erste Teil der mittlerweile aus Teilen bestehenden Serie genutzt um die die Protagonisten und deren Geschichten einzuführen.

Und hier liegt der eigentlich Charme des Buches. Die Figuren. Die ersten 20 Seiten entscheiden ob ich ein Buch zu ende lesen möchte. Und dazu braucht es Charaktere, die ich entweder sympathisch, witzig, verschlagen oder einfach nur interessant finde. Das hat beim ersten Glass & Steele Band auf jeden Fall funktioniert. Zum einen weil der Charakter der India Steele, welche die Geschichte aus der ersten Person erzählt, bereits auf den ersten Seiten interessant ist, zum anderen war es die Art der Erzählweise, die mich hat weiterlesen lassen.

Auch wenn der männliche Protagonist ein wenig zu stereotyp geraten ist, mag man seine art recht schnell und kann sich trotz der sich anbahnenden Ahnung nicht vorstellen, dass er vielleicht doch nicht so nett ist wie er tut.

Einen echten Antagonisten gibt es übrigens erst recht spät im Buch. Und diese Figur ist eigentlich auch nur Mittel zum Zweck und auch recht sparsam dosiert. Die weiteren Charaktere um Mr.Glass, Willie, Duke und Cyclops sind hervorragenden Sidekicks und bereichern die Rahmenhandlung enorm.

Leider ist der Mystery-Teil der Geschichte zwar lange vorbereitet, aber dann viel zu platt und schnell erzählt. Und irgendwie auch ein wenig unspannend. Aber möglicherweise spielt das für die nächsten Teile der Serie auch eher eine untergeordnete Rolle. Ich jedenfalls werde demnächst den zweiten Teil „Der Lehrling des Kartenzeichners“ lesen und dann entscheiden ob es mit mir und Glass & Steele weitergeht…

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