E-Scooter sind nicht so klimafreundlich wie man denkt

Klar hat man den E-Scooter als CO2 Killer vorgestellt. Sollten doch die Pendler endlich das Auto zuhause lassen und mit der Bahn zur Arbeitsstelle fahren können. Den Weg von Zuhaus zum Bahnhof und von der Zielhaltestelle ins Büro oder wohin auch immer. Die sogenannte und von Andy Scheuer als hochgelobte letzte Meile sollte also der Auschlag sein die Dreckschleuder in der Garage zu lassen.

Daraus wurde bekanntermaßen nichts, denn zum einen findet man selten einen Roller ausserhalb der Innenstädte, was den Weg zum Bahnhof schon mal nicht rollern lässt und zum anderen werden die Dinger dann doch eher von Touris zum rumcruisen genutzt. Von all den anderen Problemen mit der Schwämme der E-Scooter in den Szenebezirken wollen wir an dieser stelle nicht reden. Denn es geht ja nicht um love it oder hate it, sondern darum, dass E-Scooter eben nicht so Öko sind, wie angepriesen. Ganz im Gegenteil kommen diverse Studien zu einem erschreckend anderen Bild.

Zumindest für die USA gilt: Mit dem Bus fahren ist besser für die Umwelt

Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der North Carolina State University nachdem sie Herstellung, Transport, Laden, Einsammeln und Entsorgung der Roller mal auf so generierte Emissionen überprüft haben und sind tatsächlich zu dem Schluß gekommen, dass E-Scooter mehr Treibhausgasemissionen (pro Meile) erzeugen als ein Dieselbus. Wenn auch einer mit voller Auslastung. Also nix ist mit 0 CO2.

Hinzu kommen natürlich auch noch viele weitere Punkte die der Ökobilanz des E-Scooters abgezogen werden müssen. Wieviele Autos bleiben wegen eines Roller zuhause, Woher kommt der Strom zum Laden, Wie, wann und wo werden die Roller hergestellt, Hatbarkeit, usw.

Den ganzen erschreckenden Artikel dazu findet Ihr bei Heise Technology Review. Sehr lesenswert.